Vorwort der Herausgeber

Liebe Interesentinnen und Interessenten am Ökumensichen Kreuzweg der Jugend 2016,

„Wo bist Du!“ lautet der Titel des diesjährigen Weges. Hinter ihm steht eine Frage, die als sehnsüchtiger oder auch verzweifelter Ruf in beide Richtungen schallt, zu Gott und zum Menschen:

WO BIST DU, GOTT, IN DEN BRÜCHEN UND LEEREN, DEN ÄNGSTEN UND DER EINSAMKEIT, IN DER SUCHE NACH HALT MEINES LEBENS?

WO BIST DU, MENSCH, IN DEINER FREIHEIT, IN DEINER VERANTWORTUNG, WO BIST DU, DAMIT ICH DURCH DICH DIESE WELT VERÄNDERN KANN?

In den Bildern des Ökumenischen Kreuzwegs der Jugend klingen beide Rufe wider. Sie erzählen von der Suche nach Gott und von der Gottes nach jedem von uns. Gemeinsam weisen Texte und Bilder in die Geschichte, weisen auf den Weg Jesu mit dem Kreuz. Sie weisen zugleich auf die Gegenwart, auf die Menschen, die auf diesem Weg in Jerusalem und überall in der Welt unterwegs sind. Sie weisen auf die Gegenwart in Jerusalem und hier, auf die Konflikte um Territorien oder Religionen und auf die Not von flüchtenden Menschen, auf die Sehnsucht in uns selbst und auf unseren eigenen Schmerz. Gemeinsam rufen Bilder und Texte nach dem Leben, mitten im Tod. „In Deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist“, betet Jesus mit Psalm 31, 6 am Kreuz zu Gott. „In dieser Welt, in Deinem Nächsten lege ich mich in Deine Hände“, spricht Jesus zu uns (vgl. Mt25, 35f). Wo Jesus Christus ist, ist das Leben.

Wir danken dem Redaktionsteam für diesen Dialog der Rufe im diesjährigen Kreuzweg, für die eindrückliche Intention, Entwicklung und Umsetzung. Allen, die den Kreuzweg in Gruppen, Gemeinden, alleine oder in Verbänden beten, die ihre eigenen Rufe mit diesen Bildern und Texten verbinden, wünschen wir hörende Herzen und einen erhörenden Gott.
Wir wünschen ihnen einen ökumenischen, lebensnahen und segensreichen Weg des Kreuzes, einen Weg der Erfahrung des Dialogs mit Gott und miteinander.

 

Bianka Mohr 
Leiterin

Mike Corsa
Generalsekretär

Pfr. Dirk Bingener
Bundespräses