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FVCML0208 10
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Fast beiläufig
Bildprogramm zum Kreuzweg 2010 

Fast wirken sie wie eine Dokumentation oder Berichterstattung – die Bilder, die das Redaktionsteam für den Jugendkreuzweg 2010 ausgewählt hat. Es könnten Schnappschüsse und strahlen etwas Zufälliges aus; sie sprechen in schwarz weiß zum Betrachter, oft erschließen sich die Fotos nicht beim ersten Hinschauen und etliche verlangen Beschäftigung und Interpretation. Sie haben Tiefe und sind ausdrucksstark - vielleicht auch durch ihre ungewöhnliche Aufteilung: in einigen Fotos sitzt auch das, worauf es ankommt, nicht unbedingt in der Mitte, scheint verrutscht… Es ist genau diese Gestaltung, die das Bildprogramm für den JKW 2010 so spannend macht und sich stilistisch den Zitaten Jugendlicher anpasst, die die Stationen erschließen: beide – Fotos und Zitate – haben etwas Beiläufiges, etwas von Momentaufnahme, etwas Undogmatisches. Beide laden zur Beschäftigung ein, drängen sich aber nicht auf. Lassen viel Raum für eigene Sichtweise und sind nicht fertig oder ausschließlich, im Sinne von „gleich zu begreifen“.  Das Bildprogramm des Fotografen Bernd Arnold entstammt zum großen Teil einer Aktion im Vorfeld des Weltjugendtages 2005 in Köln. Bei der Gestaltung des großen gemeinsamen Kreuzweges griff das Weltjugendtagsbüro auf die Unterstützung junger Leute zurück. Unter Anleitung des Regisseurs Gregor Leschig des Theaters im Bauturm interpretierten sie die klassischen 14 Kreuzwegstationen in ihre Lebenswelt und spielten sie nach. Der Fotograf Bernd Arnold, Köln, dokumentierte diese „Anspiele“. Seine Bilder kommen deshalb sehr bewegt daher, selten gestellt; sie erwachsen dem Spiel und wirken wie im Vorübergehen erhaschte Eindrücke.   Allein das Bild zur 5. Station „Mich dürstet“ entstammt dem Archiv von Frederik Kimparski, Hannover. Hier war das Anliegen der Redaktion nicht den „Mangel“, sprich den Lebensdurst ins Bild zu holen, als vielmehr die Überfülle des Lebens, die Lebensfreude, welche die christliche Verheißung ist. Das Bild der Tanzenden, ihre Bewegung, ihr völliges Aufgehen in der Bewegung, der Schwung und die Dynamik scheinen dies in besonderer Weise zu veranschaulichen. 

Kontakt zu Bernd Arnold www.berndarnold.de
 

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