Musik

Im Singen des Liedes Wer macht uns Hoffnung bitten wir zu Beginn um das Wort, das befreit; um ein Wort der Erlösung und Befreiung. Und darum, dass wir trotz all dem, was uns an Leid und Not begegnet, Hoffnung erfahren, die uns weitergehen lässt. Durch die anschließend gelesene alttestamentliche Heilsgeschichte wird die Dimension des Leidens deutlich – und bleibt doch nicht das Ende. Auch das thematische Lied Kyrie - sieh was geschieht" setzt beim Betrachten Not in der Welt an.
Im Schrei nach Hilfe „Sieh, was geschieht" steckt die Sehnsucht nach Wandlung des Menschen hin zum Guten, hin zu Gott. Der Zweifel bleibt, ob der Mensch dazu fähig ist. Erbarmen ist nötig - Kyrie eleison. Gregor Linßen schrieb es als Kyrie für die Messe „Tausend Jahre wie ein Tag".
Dann beginnt die Betrachtung des Kreuzwegs, zu dem Norbert Becker. den Liedruf Ob ich erkenne schrieb. Als Klang für die Meditationsmusik stellte sich die Arbeitsgruppe den Klang von Blechbläser vor. Die Idee war inspiriert von den Kupferplatten, auf denen der Kreuzweg gestaltet ist. Gregor Linßen setzte diesen Wunsch in einer siebenteiligen Variation über das Spiritual „Were you there" um. Wie im letzten Jahr, so können die Meditationen als Maß für die Betrachtungszeit dienen oder als musikalische Atmosphäre für die Texte, an die sich unmittelbar der Liedruf anschließt.
Das Spiritual Were you there erklingt dann auch nach dem Ende des eigentlichen Kreuzwegs. Es wirkt wie eine Nachbetrachtung eines Geschehens, an das man sich erinnert, ausgelöst durch einen Bericht: Man fragt: „Warst du dabei...? Wenn ich daran denke, erschauere ich." Fünf neue Strophen ermöglichen auch die Verwendung als Vortragslied statt der Meditationsmusik.

Das Schlusslied Damit ihr Hoffnung habt entlässt die Teilnehmer des Kreuzwegs mit einem positiven Ausblick. Mit dem Blick auf Ostern kann das Geschehen des Kreuzwegs uns die Hoffnung geben, die wir brauchen, um weiterzugehen. Das Leid darf uns nicht fesseln. Wir müssen aktiv etwas tun. Norbert Becker schrieb das Lied für den ökumenischen Kirchentag 2010 in München.