Fragen an: Adolf Kolping, alias Maximilian Mann

1813 erblickt er bei Kerpen als Sohn eines Schäfers das Licht der Welt. Obwohl der eher kränkliche Junge sich mehr für Bücher als für das harte Handwerk interessiert, zwingen ihn die Verhältnisse dazu, bereits mit 13 Jahre sein Zuhause zu verlassen und als Schustergeselle auf Wanderschaft zu gehen. In der Gesellschaft der schroffen Handwerker fällt er als Feingeist auf und wird schon bald zum Sonderling. Dem ihm verhassten Stand entkommt er schließlich durch sein Theologiestudium - für eine Zeit, in der die Abstammung normalerweise auch die gesellschaftliche Position definierte, ist dies ein mutiger Kraftakt, den Kolping entschlossen durchzieht.
Der Weg ins Priesteramt ist für ihn einerseits Berufung, andererseits ein selbstbezogener Karriereschritt. Erst als er seine erste Stelle als Kaplan von Elberfeld im Wuppertal antritt und mit dem erbarmungswürdigen Elend der Arbeiterschaft konfrontiert wird, beginnt er sich kritisch mit den unmenschlichen Folgen des aufkommenden Industriezeitalters auseinander zu setzen. Während das 19. Jahrhundert noch die Geburt der Maschine und deren ungeahnten Möglichkeiten feiert, sieht Kolping bereits die Schattenseite der neuen Zeit heraufdämmern: die anonyme Vermassung eines rechtlosen Arbeiterheeres. Indem er die Einzigartigkeit eines jeden Menschen und dessen Verletzlichkeit in das Zentrum seiner Betrachtung stellt, legt er den Grundstein für sein beeindruckendes Lebenswerk und formuliert eine Vision, die bis heute Bestand hat.
Maximilian Mann stellt den jungen Kolping im Musical dar.
Spielt sein Leben, das alles andere als geradlinig verläuft, lernt dessen Höhen und Tiefen, die Träume und Visionen, die Hindernisse und Realitäten ansatzweise kennen.
Wie erlebt Maximilian Mann diesen Mann Kolping? Kann er seine Gedanken und sein Engagement nachvollziehen? Welche Botschaft hat Kolping an uns heute?
Maximilian Mann, Jahrgang 87, aufgewachsen in Salzgitter, studierte an der Universität der Künste Berlin Schauspiel, Gesang und Tanz und schloss 2011 mit Auszeichnung ab.

Bereits  während des Studiums spielte er in diversen Musicalproduktionen mit. Es folgten Engagements am Grenzlandtheater Aachen in „Der Mann von La Mancha“ in der Rolle Pedro sowie am Musicaltheater Bremen, wo er die Rolle des Kurt in „Die Drei von der Tankstelle“ übernahm. Im Berliner Wintergarten Varieté war er als Solist und Tänzer in „Am Rande der Nacht“ zu sehen. 2012 spielte er Hans Hermann von Katte in der Welturaufführung des Musicals „Friedrich – Mythos und Tragödie“.

Außerdem ist Maximilian als Moderator und Chorleiter tätig und übernahm diverse choreografische Arbeiten. 2009 war er Preisträger des Bundeswettbewerbes Gesang

Weitere Informationen zu Koplings Werk: www.kolping.de
Quelle und Infos zum Musical: www.spotlight-musical.de