Fragen an: Samuel Koch

Die Verletzungen sind dramatisch, für jemanden, für den Bewegung Leben ist, müssen die Folgen unerträglich sein. Seine Rehabilitation verläuft, so die Ärzte, gut – dennoch Fakt ist: Samuel Koch ist gelähmt. „Mein Körper ist futsch und ich kann damit im Moment nichts mehr anfangen. Deshalb gebe ich ihn ab: Hier, Gott, hast du meinen Körper, meinen Geist – ich habe keinen Plan mehr. Aber du hoffentlich schon. Mach damit, was du willst, und am liebsten sofort.“, schreibt Samuel Koch in seiner Biografie.
Als wir ihn im Vorfeld zu diesem Kreuzweg um einen Termin baten, wurde rasch deutlich: das Leben hat diesen Menschen wieder.
Zumindest ist sein Kalender ist voll. Er ist gefragt, er packt an, er nimmt die Dinge in die Hand und verwirklicht sein Leben.
Sein Buch „Mein anderes Leben“ ist prämiert und viel gelesen, inzwischen wirkte auch auch Regieassistent und in einer kleinen Rolle in dem Film „4 Tage im Mai“ (Achim von Borries, Eduard Reznik, Uraufführung 2011) mit.
Wie fand er in dieses neue Leben? Wie kommt es, dass er sich nicht aufgibt? Was gibt ihm Halt und wer? Und wie – Samuel Koch ist gläubiger Christ und lebte seinen Glauben in großer Selbstverständlichkeit – verändert dieser Unfall seine Beziehung zu Gott? Weshalb er, nach alldem, was passiert ist, an einen liebenden Gott glauben kann? „Ja, das frage ich mich auch! … Aber ich bin mir sicher, dass Gott nicht will, dass wir leiden, oder dass es Leid auf der Welt gibt!“
Wir haben einen gemeinsamen Termin gefunden und portraitieren Samuel Koch.