Unbequem...

Aber, so finden wir, drunter geht es nicht. Genau darum muss es gehen, wenn wir als erlöste Christen auf diese Welt schauen wollen: dann müssen wir den Blick auf das Leid richten – das in der Welt und unser eigenes – und uns einen Kopf machen, wie das zusammengeht mit dem Zuspruch (und dem spürbaren Widerspruch), dass wir schon Erlöste sind.
Darum ging es dem Maler; und darum muss es uns heute gehen - jetzt. Und nicht erst dann, wenn das Leid uns sprachlos gemacht hat und wir nur noch Kerzen und Blumen aufstellen können. Heute und jetzt gilt es Antworten zu finden. Persönliche Antworten. Ahnungen, Hoffnungen, uns nach oben zu strecken!
Darum geht es in den Kar-/ Passionstagen und an Ostern, genau wie in jeder Messe und bei jedem Abendmahl: der Blick in den Abgrund ist zugleich der Blick auf unsere Erlösung. Das ist seine Zusage: „Durch welches Elend mein Weg geht, ich bin ihn schon gegangen, um dort an Deiner Seite zu sein. Ich bin der Weg zur Heilung!“
Das ist seine Verheißung: „Dieser Weg ist der Weg der Befreiung, der Erlösung, zu dir selbst, zu MIR und zum Vater.“
Unbequem und wenig massentauglich ist diese Botschaft, denn sie holt den Glauben aus der Kuschelecke heraus und offenbart ihn als das was er ist: Lebenshilfe. Hilfe zu einem glückenden Leben.
Wenn Ihr darin selbst ein bisschen weiterzukommt, würde uns das freuen.
Wir geben Euch für die Auseinandersetzung, das Gebet und das Feiern des Kreuzweges wieder viel mit an die Hand und wir hoffen, dass unsere Materialien Euch helfen.
Und auf diesem Weg wünschen wir Euch viel Courage und viel von Seinem Geist –

das Redaktionsteam

PS: Lasst uns an Eurer Umsetzung teilhaben. Schickt uns Infos, wie Ihr den JKW betet, gestaltet, umsetzt. Wir sind neugierig.


Anmerkung: Wir wählen in diesem Grußwort mit Bedacht die Du-Form, die uns für den Ökumenischen Kreuzweg der Jugend trefflich erscheint. Mit Respekt und Hochachtung sind selbstverständlich alle Personen, die wir sonst siezen würden, mitgemeint.