Vorstellung Bernd Arnold


Bernd Arnold (Aschermittwoch 1961 in Köln geboren) arbeitet als Fotokünstler und als freier Fotograf für deutsche und internationale Printmedien.
Sein zentrales Thema ist „Macht und Ritual“. Die Rituale der Macht entdeckt er in der Politik, der katholischen Kirche, der Wirtschaftswelt, dem Fernsehen und der Halbwelt. Der Zyklus zeigt die Inszenierung von Führungsanspruch, Meinungs-Kontrolle und Religion wie sie in der modernen Gegenwartsgesellschaft stattfindet. Die Fotoarbeiten aus „Macht und Ritual“ waren bereits vielfach in nationalen und internationalen Ausstellungen zu sehen.

Im Laufe seiner langjährigen Arbeit als Fotograf gab es immer wieder Berührungspunkte mit dem Katholizismus. Dies zieht sich wie ein roter Faden durch seine Themen. Angefangen hatte es mit der Kölner Fronleichnamsprozession, ging über verschiedene Serien zum Kölner Erzbistum, bis hin zu seinem Buchprojekt „Das Kölner Heil“, das innerhalb des Zyklus „Macht und Ritual“ weiterentwickelt wurde.

Seine erste fotografische Begegnung mit dem Kreuzweg hatte er zum Weltjugendtag 2005 in Köln. Für die Liturgie zum Weltjugendtag inszenierte der Regisseur Gregor Leschig mit einer Jugendgruppe den Kreuzweg in die heutige Gesellschaft hinein. Arnold nutze die Ästhetik des Fotojournalismus, um die Illusion perfekt zu machen. Die Bilder als Teil einer fiktiven Reportage mit ihrem ästhetische Code des Fotojournalismus machte die Emotionen der "Abgebildeten" für den Betrachter erfahrbar. Über die „Schule des Sehens“ durch die modernen Illustrierten war die entsprechende Dechiffrierung ohne weiteres möglich.

Er lieferte auch die Fotomotive für den Ökumenischen Kreuzweg der Jugend 2010 zu den sieben letzten Worten Jesu am Kreuz, die teilweise aus den Arbeiten für den WJT stammten.

Eine Herausforderung war es für den „Menschenfotografen“, die monumentalen Skulpturen des Künstlers Dr. Ulrich Barnickel der Gedenkstätte Point Alpha zu fotografieren. Die Arbeit des Bildhauers, die „Erkenntnis-Essenzen“ in Stahl und Eisen umzusetzen und dann wieder durch den Fotografen zurück in das zweidimensionale Medium zu transportieren, klingt eigentlich nach einem Umweg. Der birgt aber durch die subjektive Interpretation vor Ort, durch Verdunklung der Umgebung und Fokussierung des Blicks auf Details wieder neue Möglichkeiten sich dem Kreuzweg anzunähern.

Bernd Arnold hat Fotografie an der Fachhochschule Dortmund studiert. Er lebt und arbeitet in Köln. Weitere Informationen: www.berndarnold.de